Meine Operation...

Als ganz winziges Baby, als ich noch auf der Intensivstation war, hatte ich ein Schläuchlein durch die Nase in den Magen (eine "ng-tube"). Die mochte ich gar nicht und ich habe noch heute eine orale Aversion* deswegen - wenn's auch schon viiiel besser geworden ist!
Aufgrund von Mama's Schwangerschaft gab's nun plötzlich keine Milch mehr, und da ich sonst nicht dazu zu bringen bin, genügend anderes zu essen, bekam ich am Freitag eine "perkutane Sonde" gesetzt (ein Schläuchlein durch die Bauchdecke in den Magen)....unten geht's weiter...


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Im Krankenhaus - morgens gab's immer Teletubbies mit Mama...

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Die Wartezeit auf die Operation war gar nicht fein, ich hatte ja dauernd so einen Hunger und Durst, und war von Mama's Brust schon ganz frustiert - da kam ja nix daher.
Als ich ins Krankenhaus kam, war ich schon dehydriert und mein Blutzuckerspiegel war sehr sehr niedrig. Für den Blutzuckerspiegel bekam ich als schnellwirkendes Mittel Glukose in den Mund, igittt. Das hat aber geholfen. Dann versuchten sie eine Infusion zu setzen. Zuerst hat mich die Schwester von der Kinderabteilung, die eigentlich schon die Babyexpertin war, 4x gestochen und nix. Dann kam die Schwester von der Neonatalen Intensivstation herauf, und sie hat's dann beim zweiten Versuch geschafft.
3 Tage später wurde ich operiert. Oh ja, und dafür mußten sie noch ein Kontrastmittelröntgen von meinem Magen machen und dafür bekam ich die ng-tube runtergesteckt. Das war mein größter Alptraum. Ich hab sie 2x heraufgewürgt, bis ich keine Kraft mehr hatte. Aber sie haben das Röntgen so schnell wie möglich gemacht, und dann war ich den Schlauch wieder los.
Die Operation ist sehr gut gegangen und war in 15 Minuten vorbei.
Seitdem ich endlich wieder einen vollen Magen hab, bin ich wieder glücklich und zufrieden! Und Mama und Papa freuen sich unheimlich über meinen frechen Grinser und meine zurückgekehrte Energie...

8. Januar 2004: Heute wurde mein Schlauch ausgewechselt. Bisher hatte ich ja einen 15 cm langen Schlauch herumhängen, der mit Klebestreifen und einem Gazeballen fixiert werden musste. War das vielleicht lästig! Aber das ist jetzt vorbei. Jetzt hab ich einen ganz kurzen Schlauch, den man gar nicht sieht. Aussen sieht man nur so ein knopfartiges Ding, wo dann der Fütterungsschlauch angesteckt werden kann. Und dann heisst's: O'zapft iss....

Orale Aversion:
Eine orale Aversion entwickeln einige Babies, die auf Intensivstationen waren (oder die ein extrem ausgeprägtes und kaum kontrollierbares Sodbrennen haben). Wenn zuviel in ihrem Mund und Rachenraum herumgepfuscht wird (z.b. Intubation, ng-tube), dann machen die Babies sozusagen die Schotten dicht und lassen da freiwillig nichts mehr hin. Ist ja auch verständlich, da sie nur gelernt haben, daß das äußerst unangenehm ist und schmerzt. Bei manchen Babies wird es so schlimm, daß sie jahrelang nur über die perkutane Sonde gefüttert werden können.